Kurkuma Superfood - Ihr unabhängiger Ratgeber

Kurkuma und Curcumin- Nutzen & Wirkung für Ihre Gesundheit

Wir beantworten Ihre Fragen rund um Kurkuma (Curcuma longa) und Curcumin:

Was ist Kurkuma und was ist Curcumin?

Wie muss ich Kurkuma anwenden und dosieren?

Worauf muss ich beim Kauf von Kurkumaprodukten achten?

Warum ist es gesund und wie wirkt es in meinem Körper?

Wie hilft es bei Krebs, Alzheimer, Schmerzen/Entzündungen, Verdauungsproblemen, Diabetes, Cholesterin, beim Abnehmen u.v.m.?

Gibt es Risiken und Nebenwirkungen bei regelmäßigen Einnahme?

und vieles mehr…

 

Kurkuma-Superfood.info ist ein unabhängiger Ratgeber rund um Kurkuma. Erfahren Sie, ob die gelbe Knolle Ihnen vielleicht jetzt schon bei Ihren Beschwerden helfen oder  späteren Erkrankungen vorbeugen kann.

Lesen Sie weiter und endecken die vielen goldenen Seiten der Kurkuma-Wurzel!

Kurkuma Wurzel und Pulver

Kurkuma (Curcuma longa), indischer Gelbwurz oder auch indischer Safran genannt, und sein Hauptwirkstoff Curcumin gelten als wahre Wundermittel für Gesundheit und Wohlbefinden. Über 5.000 Studien und Jahrtausende lange Verwendung in der indischen und chinesischen Medizin dokumentieren zahlreiche Vorteile für die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, wirksame Unterstützung, Ergänzung oder Ersatz pharmakologischer Medikamente. Auf jeden Fall wird das Immunsystem gefördert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert.

Bereiche, in denen Kurkuma und sein Bestandteil Curcumin eingesetzt wird:

Das Beste ist allerdings, dass für Kurkuma so gut wie keine Nebenwirkungen bekannt sind und man es kaum überdosieren kann. Ausserdem lässt es sich sehr einfach in vielen leckeren Rezepten verwenden und genießen.

Wissenswertes über Kurkuma

Kurkuma ist eine Pflanze der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Ihr Name geht auf den altindischen Begriff „kunkuman“ zurück, der auf die safrangelbe Farbe des Wurzelstocks anspielt. Es wird vermutet, dass die Kurkuma-Pflanze ursprünglich aus den Gebirgsregionen Südasiens stammt. Ihre genaue Herkunft konnte bislang aber nicht eindeutig geklärt werden. Heutzutage wird Kurkuma vorwiegend auf dem indischen Subkontinent, in China, Indonesien und den südamerikanischen Tropen angebaut. 

Seit mehr als 5.000 Jahren ist die heilende Wirkung der Kurkuma-Pflanze bereits in der Avuryeda-Medizin Indiens und der traditionellen, chinesischen Medizin (TCM) bekannt. Damit zählt sie zu den ältesten bekannten Heilpflanzen der Welt. Üblicherweise wird die Kurkuma in der Ayurveda-Medizin mit schwarzem Pfeffer oder Ingwer vermischt. Durch die Beimischung dieser beiden Gewürze wird ihre Wirkung zusätzlich verstärkt. In Europa und den USA wurde Kurkuma bisher lediglich als Küchengewürz in Currymischungen verwendet. Erst seit 50 Jahren beschäftigt man sich auch in der westlichen Welt mit der medizinischen Wirkung auf den Organismus und die Gesundheit.

Charakteristisch für die Kurkuma-Pflanze sind neben ihrer safrangelben Farbe ihre langen Blätter, die bis zu einem Meter hochwachsen und an Schilf erinnern. Lediglich der Wurzelstock wird zur Herstellung des Gewürzes und der Medizin verwendet. Dieser wird für mehrere Tage luftgetrocknet und anschließend mit einem Mörser zerrieben. Die Vermehrung von Kurkuma erfolgt über das Kurkuma-Rhizom. Die Wurzel wird geteilt und neu eingepflanzt. So kann sie sich im Erdreich ausbreiten und oberirdisch neue Blütenstände bilden. Die Kurkuma-Pflanze kann auch hierzulande jeder selber in Haus oder Wohnung anpflanzen und – relativ aufwendig  – seinen eigenen Bio-Kurkuma herstellen. Die Kurkuma-Pflanze ist selbstverständlich nicht winterhart und braucht viel Sonne.

Die Inhaltsstoffe von Kurkuma und ihre Wirkung

Hauptinhaltsstoffe von Kurkuma sind die Curcuminoide. Dies sind sekundäre Pflanzenstoffe, die aus drei Komponenten bestehen: Kurkumin (CUR), Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin. Das Kurkumin – oder auch Curcumin geschrieben – ist unter der Lebensmittelzusatznummer E100 als Färbemittel und Gewürz bekannt. Ihm verdankt die Pflanze ihre typische Gelbfärbung. Laut Studien besitzt das Kurkumin u.a. eine krebshemmende (antikarzinogen), neuroprotektive, antioxidative, schmerzlindernde oder -stillende und entzündungshemmende Wirkung (Studie). Daher wird es als eine Art Allheilmittel in der traditionellen Medizin genutzt. Kurkuma produziert Curcumin als Wirkstoff zum Eigenschutz gegen Fressfeinde und andere Krankheitserreger. Das ist eine übliche Überlebensstrategie für Pflanzen, die unter extremen Bedingungen aufwachsen.

Ein weiterer, wichtiger Wirkstoff der Kurkuma sind die ätherischen Öle. In Curcuma longa sind wertvolle ätherische Öle enthalten. Nachweislich werden ihnen antioxidative, antimikrobielle, antivirale und antimykotische (gegen Bakterien / Viren / Pilze) und antineoplastische (gegen Tumore) Wirkungen zugeschrieben. Dies wurde in verschiedenen, klinischen Studien untersucht (z.B. in einer asiatischen Studie aus dem Jahr 2010). Obwohl die ätherischen Öle weniger aktiv als das Curcumin sind, sind sie für die gesundheitliche Wirkung der Kurkuma essenziell. Sie verbessern zum einen die Aufnahme des Curkumin in den Organismus und verstärken zum anderen deren Heilwirkung. In klassischen Kurkumin-Produkten sind durch die Trocknung aber keine ätherischen Öle mehr enthalten, weshalb es bei patentierten Kurkumin-Produkten wie BCM-95 zugesetzt werden muss.

Kurkuma ist eine hervorragende Quelle für Eisen, Magnesium, Mangan, Vitamin B6 und Kupfer. Weitere Inhaltsstoffe der Kurkuma-Pflanze sind unter anderem Polysaccharide, Ferulasäure, Kaffeesäure, Vitamine (A, C, E, B1, B2 und B3), Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Chrom, Kalium, Selen und Zink), Karotinoide, Eiweiß, Limonen, Vanillinsäure und der flüssige Naturharz Resin. Insgesamt wurden mehr als aktive 90 Inhaltsstoffe nachgewiesen, von denen einige bislang nur unzureichend chemisch entschlüsselt werden konnten.

Kurkuma hilft bei Vorbeugung und Behandlung von Krebs

Weit über 1.000 Studien haben bereits die gesundheitliche Wirkung des Kurkumins auf Krebspatienten erforscht. Bei den klinischen Studien wurden sehr viele verschiedene Krebsstadien und Krebsarten berücksichtigt. Grundsätzlich wurde festgestellt, dass das Kurkumin auf so gut wie alle Krebsarten einen positiven Effekt haben kann. Dies gilt sowohl therapiebegleitend als auch vorbeugend. Zu den positiven Effekten zählen unter anderem:

  • Gehemmte Mutation von vorbelasteten und gesunden Zellen,
  • Hemmung der Entstehung und Ausbreitung von Metastasen,
  • Aktivierung eines Gens, das zum Selbstmord der Krebszelle führt,
  • Hemmung einiger krebsfördernder Stoffe durch Antioxidanzien,
  • Unterstützung der Strahlenbehandlung und Chemotherapie,
  • Schädigung der Krebszellen durch die Aktivierung von körpereigenen Genen,
  • Stärkung der Doppellipidschicht der Zellmembranen.

Krebsarten, für die am besten gesicherte Erkenntnisse zur Wirkung des Kurkumins existieren:

  • Hautrebs
  • Darmkrebs
  • Brustkrebs
  • Lungenkrebs
  • Prostatakrebs
  • Gebärmutterhalskrebs

In Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass die Metastasenbildung und Streuung bei Brustkrebs durch den Wirkstoff Kurkumin deutlich gehemmt werden kann. Ursächlich dafür ist die Aktivierung eines Proteins, das die Krebszelle blockiert und den Aufbau der gesunden Zellen fördert. Dabei behindert es nicht die schulmedizinischen Wirkstoffe. Im Gegenteil, es kann sogar parallel zu der ärztlichen Medikation und unterstützend zu anderen Medikamenten zur Anwendung kommen und so den Behandlungserfolg erhöhen.

Bei In-Vitro-Studien (Studien, die unter Labor-Bedingungen durchgeführt wurden) konnte zudem gezeigt werden, dass Kurkumin zwei krebsfördernde Proteine des Hautkrebses unterdrückt.  So beschleunigt es den programmierten Zelltod der Krebszellen, den sogenannten “Selbstmord der Zelle” (Apoptose). Hierdurch ist ein schnellerer und effizienterer Therapieerfolg bei der Krebsbehandlung möglich.

Bei Darmkrebs wirkt Kurkumin sogar präventiv, indem es die Entstehung von Darmpolypen eingrenzt. Polypen im Darm können nach Jahren mutieren und bösartige Krebszellen bilden. Diese mutierten Polypen können also gar nicht erst entstehen. Falls der Patient bereits Darmpolypen hat, kann auch hier Kurkumin zum Einsatz kommen. Studien haben gezeigt, dass durch den Einsatz des gelben Heilmittels der Großteil der Darmpolypen vernichtet werden kann.

Bei allen genannten Krebsarten kann Kurkumin neben schulmedizinischer Behandlung auch therapiebegleitend zur Anwendung kommen, um die Resistenzbildung der Krebszellen einzuschränken. Laut einer amerikanischen Studie weist Kurkumin positive Wechselwirkungen mit mehr als zehn gängigen Chemotherapeutika, unter anderem Bortezomib, Cisplatin und Taxol auf. Überdies erhöht es die Durchlässigkeit der Zellmembranen der Krebszellen und erhöht dadurch die Erfolgschancen der Strahlentherapie.

Lesen Sie hier mehr zu Curcumin und Krebs…

Kurkuma als Therapie bei Demenz und Alzheimer

Da freies Curcumin ungehindert die Blut-Hirn-Barriere passieren kann, ist es zur Unterstützung der Behandlung von vielen Erkrankungen des Gehirns geeignet. Dazu werden unter anderem Multiple Sklerose, Demenz und Alzheimer gezählt. Mittlerweile leidet etwa jeder zwölfte Bürger in Westeuropa und Nordamerika über 65 Jahre unter der Alzheimer Krankheit. Damit gilt diese Erkrankung als eine der häufigsten in dieser Altersklasse. Die Ursachen für die Entstehung von Morbus Alzheimer sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch wird davon ausgegangen, dass sowohl genetische Faktoren als auch Infektionen der weißen Hirnmembran und Ablagerungen von Plaques in den neuronalen Gehirnzellen den Ausbruch begünstigen.

Kurkumin kann zum einen unterstützend dabei helfen, dass sich die Myelin-Schichten, also die weiße Hirnmembran, nicht vorzeitig abbaut und die Leistungsfähigkeit des Gehirns langfristig erhalten bleibt. Zum anderen ist antioxidative Eigenschaft des Wirkstoffes sehr wichtig. Kurkumin gibt dem Körper und natürlich auch dem Gehirn einen regelrechten Sauerstoff-Schub. Dadurch erhöht sich die Oxidation in den Zellen und Entzündungen werden eingedämmt. In der Tat gibt es in Indien, dem Land, indem weltweit das meiste Kurkuma pro Kopf verzehrt wird, vergleichsweise wenig Alzheimer-Fälle.

Eine Studie des Kariya Toyota General Hospital kam zu dem Schluss, dass sich die Gedächtnisleistung von Alzheimer-Patienten durch die regelmäßige Einnahme von Curcuma sogar deutlich erhöhen kann. Mehrere Patienten nahmen über einen Zeitraum von einem Jahr tagtäglich je ein Gramm Curcuma zu sich. Zwei der Probanden konnten nach der Curcuma-Therapie ihre Familie wiedererkennen, die sie zuvor aufgrund der Erkrankung als Fremde betrachteten (Studie).

Lesen Sie hier mehr zu Curcumin und Alzheimer…

Gewürztopf mit Kurkuma Gewürzpulver, Curcuma Wurzel und Curcumin Pulver auf einem Löffel

Curcuma bringt die Verdauung in Schwung

Beschwerden wie Völlegefühl und Verstopfung können mit Curcumin nachhaltig therapiert werden. Da der Wirkstoff die Produktion der Gallenflüssigkeit und der Magensäure anregt, können insbesondere Kohlenhydrate und Fette in der Nahrung besser verdaut werden. So können auch Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente besser vom Organismus aufgenommen werden. Durch die effiziente Fettverdauung schwören auch einige Mediziner und Ernährungswissenschaftler auf den therapeutischen Effekt von Kurkumin bei Patienten mit Adipositas (Fettleibigkeit). Der gelbe Wirkstoff regt nachhaltig den Stoffwechsel an und fördert die Fettverbrennung. Auf diese Weise sorgt Curcuma neben seiner Hilfestellung beim Abnehmen auch für eine optimale Wasserverteilung in den Zellen. Dies vermeidet Wassereinlagerungen (Ödeme) und kann in Schwangerschaft und bei altersbedingten Einlagerungen die Auflösung von Ödemen gut unterstützen.

In dem Journal „Molecular Nutritional and Food Research” wurde eine Studie veröffentlicht, demzufolge Darmentzündungen bei Mäusen mithilfe von Kurkumin vollständig therapiert werden konnten. Nahmen die Mäuse 5 Tage vor dem absichtlichen Auslösen einer Darmentzündung Curcuma zu sich, so war kein Ausbruch einer Dickdarmentzündung zu verzeichnen. Sie haben weniger Gewicht verloren und alle Symptome einer typischen Dickdarmentzündung waren stark reduziert. Die Forscher können den Effekt des gelben Pulvers hier noch nicht vollständig begründen. Ermutigend ist jedoch, dass nur eine geringe Dosis Curcumin notwendig war. Darmentzündung- und Reizdarmsyndrom-Patienten sollten Curcuma und Curcumin zur Linderung von Entzündungen ausprobieren.

Lesen Sie hier mehr zu Kurkuma und Verdauung…

Curcuma als Schmerzmittel und Entzündungshemmer

Sowohl das gelbe Curcumin als auch die unterschiedlichen ätherischen Öle haben in verschiedenen Experimenten starke entzündungshemmende Wirkung gezeigt. Für Curcumin wurde in zahlreichen Studien gezeigt, das dessen Wirkung bei Inflammationen und Infekten mit der von vielen chemischen Medikamenten wie Hydrokortison, Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol durchaus mithalten kann. Die chemisch hergestellten Medikamente haben deutlich mehr schädliche Nebenwirkungen und Zusatzstoff, während Curcumin als nebenwirkungsfrei gilt und ohne Zusatzstoffe erhältlich ist.

Lesen Sie hier mehr zu Kurkuma als Schmerzmittel…..

Kurkuma unterstützt die Therapie von Diabetes

Mittlerweile leiden rund 60 Millionen Menschen in Europa unter Diabetes, von denen etwa 90 Prozent von Typ 2 betroffen sind. Die Tendenz ist steigend. Diese Volkskrankheit kostet das Gesundheitssystem jährlich mehr als 100 Milliarden Euro. Dabei wäre diese Krankheit unter anderem durch eine gesündere Ernährung, mehr Bewegung und ein gesundes Körpergewicht oft vermeidbar.

Insbesondere bei Patienten, die aufgrund einer Glukoseintoleranz potenziell an Diabetes mellitus erkranken könnten, wurde in den letzten Jahren vermehrt nach Alternativen geforscht. In einer im Jahre 2012 veröffentlichten Studie wurden 240 Probanden diesbezüglich getestet. Die erste Gruppe nahm tagtäglich 1,5 Gramm Kurkumin zu sich, die andere Gruppe erhielt ein Placebo. Nach neun Monaten erkrankte niemand der ersten Gruppe an Diabetes. In der Placebo-Gruppe wurden hingegen neun Probanden krank. Auch bei Diabetes Typ 2 soll Kurkumin den positiven Effekt haben, dass es die Insulin-Resistenz einiger Patienten verhindern kann.

Lesen Sie hier mehr zu Curcumin und Diabetes…..

Kurkuma schützt vor Herzkrankheiten durch zu hohes Cholesterin

Viele Menschen sorgen sich um ihren Cholesterinspiegel. Hierbei ist aber weniger der Gesamt-Cholesteringehalt als vielmehr das Verhältnis von “gutem” HDL- zu “schlechtem” LDL-Cholesterin entscheidend. Grundsätzlich ist Cholesterin für uns lebenswichtig. Ein schlechtes HDL/LDL-Verhältniss kann jedoch zu Arterienverkalkung und in dessen Folge zu Herzkrankheiten führen. Wie nehmen ein Teil an Cholesterin durch die Nahrung auf, der größte Teil wird jedoch in der Leber produziert. Durch vernünftiges Nahrungs- und Gewichtsmanagement kann der Cholesterinspiegel reguliert werden. Dies lässt sich sehr gut durch den Konsum von Kurkuma bzw. Curcumin unterstützen.

Das Curcumin fungiert als Botschafter-Molekül für einige Gene in den Leberzellen. Über einige biochemische Schritte führt es dazu, das der LDL-Cholesterin-Anteil im Blut sinkt. Dieser Zusammenhang wurde in mehreren unabhängigen Studien untersucht. Ausserdem unterdrückt Kurkuma die Ansammlung von Cholesterin in den Blutzellen und verhindert die gesundheitlich gefährliche Oxidation des LDL-Cholesterins (Studie). Beide Effekte senken den Cholesteringehalt im Blut und schützen damit indirekt vor kardiologischen Problemen.

Erfahren Sie hier mehr zu Curcumin und Cholesterin…

Kurkuma schützt die Atemwege und hilft bei Allergien

Für chronische Atemwegserkrankungen wie beim allergischen Asthma und bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung wurden lange Zeit Kortikosteroide eingesetzt. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass dieser Wirkstoff sich als nicht effizient bei der Behandlung erweist. Kurkumin könnte hier eine Alternative darstellen, da der Naturstoff Polyphenole enthält. Diese fangen die freien Radikale ab und binden überschüssiges Stickstoffmonoxid. Die Folge: Der Patient kann besser atmen, da mehr Sauerstoff in die Atemwege und Lungen gelangt. Zugleich besitzt Curcumin eine oxidationsfördernde Funktion, indem es die Zellatmung anregt und die Membranen durchlässiger für die Sauerstoffmoleküle macht.

Kurkuma unterstützt die Leberregeneration

In einem Tierversuch wurden bei Ratten etwa zwei Drittel der Leber entfernt und sie anschließend entweder mit Erythropoetin, einem Hormon zur Anregung der roten Blutkörperchen oder einer Erythropoetin-Kurkuma-Mischung behandelt. Herausgekommen ist, dass das Protein allein die Leberregeneration nicht anregt. Das Kombinationspräparat konnte aber nachweislich den oxidativen Stress reduzieren und die Bildung neuer Leberzellen anregen. Auch bei menschlichen Probanden zeigte sich, dass Leberzirrhosen und -fibrosen durch eine Curcumin-Therapie eventuell verhindert werden können. Denn der Wirkstoff unterdrückt die Bildung von Fibroblasten, die zur Vernarbung der Leber führen.

Erfahren Sie hier mehr zu Kurkuma und Leber…

Braunes Arzneimittel Glas mit Kurkuma Kapseln, Kurkuma Gewürzpulver auf einem Holzlöffel und Kurkuma Wurzel Rhizom

Anwendung und Dosierung von Kurkuma und Curcumin

Kurkuma und Curcumin können auf verschiedene Arten eingenommen werden. Zu unterscheiden sind hier die Darreichungsform (Pulver, Kapsel, Tee, Wurzel), der Curcumin-Anteil und die Bioverfügbarkeit. Mit Bioverfügbarkeit bezeichnet man die die Aufnahme- oder Resorptionsfähigkeit des Körpers bezüglich des Wirkstoffes, hier Kurkumin. Da Kurkumin nur eine geringe Wasserlöslichkeit aufweist, sollte man immer schwarzen Pfeffer (Piperin) und Fett hinzufügen. Hierdurch lässt sich die Bioverfügbarkeit um ein Vielfaches erhöhen.

Wir persönlich glauben, dass die Natur immer die beste Kombination an Wirkstoffen zur Verfügung stellt. Daher sehen wir die Verarbeitung der Kurkuma-Wurzel in leckeren Mahlzeiten als die zu bevorzugende Variante an. Die Fette und Gewürze – insbesondere schwarzer Pfeffer – der anderen Nahrungsbestandteile sorgen für eine naturgemäße Aufnahme (Resorption) der Wirkstoffe des Kurkuma in den Körper. Auch die wertvollen ätherischen Öle werden so verwertet.

Wenn man keinen frischen Gelbwurz als Wurzel bekommen kann, greift man am besten zu hochwertigem Kurkuma-Pulver in Bio-Qualität. Bereiten Sie sich einen Gelbwurz-Tee sollte unbedingt Fett (Koksöl, Sahne etc.) und Pfeffer hinzugefügt werden. Ansonsten wird das Curcumin kaum vom Körper resorbiert.

Eine tägliche Versorgung mit Curcuma und Curcumin in ausreichender Menge mit den Mahlzeiten ist für Nicht-Inder schwierig. Manche Menschen mögen aber auch grundsätzlich den Geschmack der gelben Wurzel nicht. Hinzu kommt, daas die Wurzel Bitterstoffe enthält, die bei zu hoher Dosierung geschmacklich sehr hervortreten. Daher ist eine bewusst höhere Dosierung zur Unterstützung der Heilwirkung bei bestimmten Krankheiten nur schwer umsetzbar. Es empfiehlt sich, zusätzlich Kurkuma oder Kurkuma und Kurkumin-Kombipräparate in Form von Kapseln einzunehmen. Kapseln haben den Vorteil, dass sie gut zu dosieren und einfach – auch unterwegs – einzunehmen sind. Die angebotenen Produkte unterscheiden sich sehr in Qualität und Curcumin-Anteil. Von reinem Kurkuma bis zu hochdosiertem, fast reinem Curcumin. Reine Kurkumakapseln geben einem das volle Spektrum an Wirkstoffen des Gelbwurz. Reine Curcumin-Kapseln hingegen liefern hohe Curcumin-Dosis, verstärkende Wirkung andere Bestandteile des Kurkuma gehen jedoch verloren. Am besten nimmt man beides, sollte es mit reinem Curcumin aber nicht übertreiben.

Achten Sie bei der Auswahl eines Kapsel-Produktes immer darauf, ob der Hersteller die Qualität und Reinheit seiner Produkte auch tatsächlich nachweisen kann. Dies gilt sowohl für konventionelle als auch für Bio-Produkte. Einen sehr guten Eindruck macht hier die Marke Mount Natural, die vollständig auf Rohstoffe aus China verzichtet und jede Charge in deutschen Labors untersuchen lässt.

Erfahren Sie hier mehr über die Anwendung von Kurkuma…

Update: Curcumin in mizellierter Form

Seit kurzem gibt es Anbieter mit Kurkuma in Mizellenform (Acurmin etc). Wir persönlich empfehlen nicht, dieses zu sich zu nehmen. Zwar gibt es EINE Studie, die eine deutlich bessere Bio-Verfügbarkeit suggeriert, aber eben nur eine einzige mit nur wenigen Probanden. Wichtiger finden wir allerdings, dass die Mizellenformulierung in den natürlichen Stoffwechselprozess des Curcumin eingreift. Dadurch hat es eher den Charakter eines Arzneitmittels als den eines Nahrungsergänzungsmittels. Arzneimittel müssen bezüglich Ihrer Wirkung und Nebenwirkungen einen langen Zulassungsprozess durchlaufen und Langzeitstudien nachweisen:

Niemand weiß, welche langzeitigen Auswirkung die Aufnahme eines solchen Mittels (hier Curucumin in Mizellenform) hat! Es kann harmlos sein oder gravierende negative Folgen für Ihre Gesundheit haben!

Am Ende muss dies jeder selbst für sich entscheiden. Wir meinen, Produkte wie Mizellen-Curcuma sollten strengen Zulassungsbestimmungen unterliegen. Wir vertrauen den natürlichen Mechanismen und Stoffwechselprozessen, auch wenn dabei die Bioverfügbarkeit nicht technisch optimiert ist!

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Curcuma

Im Normalfall kommt es bei der Einnahme von Curcuma zu keinerlei Nebenwirkungen. Aber man kann natürlich alles überdosieren. Selbst eine Überdosis Wasser kann zum Tod führen. Es gibt kaum etwas, das man bedenkenloser einnehmen kann als Curcuma, insbesondere, wenn es sich um reines Curcuma-Pulver oder Kapseln handelt. Aufgrund der hohen Konzentration an Curcumin in einigen Präparaten sollte man aber gesunden Menschenverstand walten lassen und diese nur kontrolliert einnehmen. Drei Kapsel mit je 1500 mg Curcumin entsprechen in etwa 3-5 Gramm Kurkuma pro Tagesdosis. Diese unnatürlich hohe Dosis (Im Durchschnitt enthält reines Kurkuma ca 5- max. 7% Curcumin.) an sich ist schon ein Warnsignal.

Seltene Fälle von leichten Nebenwirkungen bei der Curcuma-Einnahme sind bekannt: Dazu gehören unter anderem Magen-Darm-Beschwerden, Sodbrennen, Übelkeit und Durchfall. Dies hängt mit der hohen Wirksamkeit von Curcuma auf den gesamten Verdauungstrakt inkl. Leber und Galle zusammen. Deshalb sollte eine solche hochdosierte Therapie immer in Absprache mit einem Arzt stattfinden. Auch Schwangere sollten die Einnahme von Curcumin mit einem Arzt besprechen, da es die Menstruation fördern und die Gebärmutter stimulieren kann, wodurch es zu einer Frühgeburt kommen kann. Curcuma regt zudem die Blutzirkulation an. Diese Wechselwirkung mit Medikamenten zur Blutgerinnung sind bei der Einnahme zu beachten. Die Folge können übermäßige Blutungen und Blutergüsse sein. Alle diese Nebenwirkungen sind jedoch sehr selten, weshalb sie auf den Präparaten auch nicht angeben werden müssen.

Wenn man sich an ein paar einfache Grundregeln hält, sollte es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Dies gilt aber für alle Heilmittel, Medikamente und auch Nahrungsmittel.

Fazit: Kurkuma kann ein hilfreiches Superfood sein

Kurkuma ist eine vielseitig einsetzbare Pflanze, die ihren Weg nicht nur in die europäischen Küchen, sondern auch in die alternative, naturnahe Medizin gefunden hat. Zahlreiche wissenschaftliche Studien wurden bereits über die therapeutischen und präventiven Wirkungen des Ingwergewächses veröffentlicht. Insbesondere zur Vorbeugung und Bekämpfung von Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes könnte Kurkuma eine kostengünstige und gesundheitsschonende begleitende Therapiemaßnahme darstellen. Da der potentielle Nutzen so groß und die Risiken so gering sind, ist Kurkuma ein guter täglicher Bestandteil zur Gesunderhaltung und Krankheitsvorsorge. Bei vorliegenden Erkrankungen sollte immer eine arztliche Beratung und Beobachtung am besten durch einen ausgebildeten Naturmediziner erfolgen.

 

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